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Teilprojekt 3: Risikoverarbeitung und -verhalten

Aufgaben des Teilprojektes innerhalb des Verbundvorhabens:

Die Erfahrungen mit extremen Hochwasserlagen in der Vergangenheit zeigen, dass die Risikosteuerung auf technischer und politischer Ebene durch Schutzhandlungen von Gemeinschaften und letztlich von Individuen ergänzt werden muss. Die Motivation für solche individuellen Schutzhandlungen sinkt allerdings selbst in zuvor betroffenen Regionen in der Folgezeit schnell ab. In gefährdeten Gebieten ohne Schadensfall in den letzten Jahrzehnten ist generell eine niedrige Schutzmotivation zu erwarten. Ziel der öffentlichen Risikokommunikation sollte deshalb die Entsprechung der hohen Schadenspotentiale - auch bei niedriger Eintretenswahrscheinlichkeit - in entsprechend entwickelten Intentionen für die verschiedenen individuellen Schutzhandlungen in verschiedenen Zeithorizonten sein.

Das Teilprojekt "Risikoverarbeitung und Risikoverhalten" will grundlegende handlungstheoretische Muster in der Verarbeitung von Hochwasserrisiko identifizieren und so die bestehenden individualpsychologischen Ansätze zur Risikowahrnehmung systematisch ergänzen. Auf dieser Grundlage sollen Informationsinhalte identifiziert werden, die geeignet sind, die individuen- und handlungsspezifische Intention für Schutzhandlungen zu erhöhen. Die Kontextualisierung dieser Inhalte mit technischen, kulturellen und politisch-administrativen Informationen stellt eine substantielle Verbindung zu den anderen wissenschaftlichen Disziplinen her. Die zu erwartenden Forschungsergebnisse der handlungstheoretischen Intentionsforschung sollen in einem maßgeschneiderten, internetgestützten Informationssystem resultieren und somit einen wichtigen Beitrag zur Risikokommunikation in der Gesellschaft leisten. Die Prinzipien des indivualpsychologisch gestalteten "tailored information"-Systems sollen vorbildhaft und übertragbar auf andere Regionen und Gefahrenlagen sein.

Zur Umsetzung der Projektziele wird in enger Abstimmung mit dem Teilprojekt "Risikokultur" eine telefonische Repräsentativbefragung in 400 Bremer und 400 Hamburger Haushalten durchgeführt. Aufgrund dieser Umfrage sollen Verarbeitungsmuster identifiziert werden, die sich in den Ausprägungen ihrer persönlichen Wahrnehmung des Hochwasser- / Sturmflutrisikos und ihrer Einschätzung von Möglichkeit, Wirksamkeit und Aufwändigkeit einer entsprechenden Schutzhandlung unterscheiden. Aufbauend auf dieser Typenanalyse wird ein Drehbuch für ein "tailored information"-System erstellt. In enger Zusammenarbeit mit den anderen Teilprojekten soll so ein Informationssystem entstehen, das die individuelle Hochwasserrisikosituation möglichst motivierend darstellt. Es wird dabei auf solche Informationen fokussiert, die die persönliche Risikoverarbeitung unterstützen und z.B. das frühzeitige Auftreten von Verdrängungsprozessen verhindern. Das Projekt wird mit einer Usability-Untersuchung abgeschlossen, um das Informationsystems zu überprüfen und zu verbessern.

Endbericht: Risikoverarbeitung und Risikoverhalten am Beispiel extremer Hochwasserereignisse (pdf 600 kb)

Beteiligte:

Leiter: Dr. Thomas Martens ()
mail: m@rtens.net

Dipl.-Psych. Birgitt Erdwien
mail: erdwien@uni-bremen.de

Dipl.-Bibl. Karen Ramm


Adresse:
INNIG-Teilprojekt 3: Risikoverarbeitung und -verhalten ()

Institut für Risiko, Umwelt und Gesundheit
Universität Bremen
Grazer Str. 2c
Postfach 330440
28334 Bremen



















































KONTAKT:
[innig@uni-bremen.de]


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